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Karl-Heinz Wildmoser – ohne Fußball geht es auch
Als langjähriger Fußballfan ist es für mich immer eine Freude, wenn ich aufgrund meiner Tätigkeit mit Fußballprominenz zusammen komme. Und seit es in Bad Abbach die Löwenfreunde gibt, die nunmehr seit 10 Jahren von Rudi Röhrl, übrigens einem „alten“ Freund von mir aus „ZAP“-Zeiten, mit viel Engagement und Herzblut angeführt werden, hatte ich das Glück, bereits viele 60er Fußballikonen, wie zum Beispiel Martin Max und Michael Hofmann, aber auch Geschäftsführer Stefan Reuter und den ehemaligen Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser im Abbacher Vereinslokal der Löwenfreunde, im Wastlwirt, beruflich kennen zu lernen. Ein Mann jedoch, nämlich Karl-Heinz Wildmoser, hat mich – obwohl ich seit fast vier Jahrzehnten eingeschworener „roter“ Fan bin, und mir deshalb mein lieber Freund Rudi auch die Mitgliedschaft bei den Abbacher Löwen verweigerte – mit seinem charismatischen Auftritt und Einsatz, seiner Person und seiner Aura in seiner 14-jährigen Präsidentschaftszeit als Oberhaupt des TSV 1860 besonders fasziniert.
Und endlich ergab sich die Gelegenheit, Karl-Heinz Wildmoser, Ehrenmitglied der Abbacher Löwenfreunde, von seiner ganz privaten Seite zu erleben. Bei den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Vereins waren nicht nur Ehrenmitglied Michael Hofmann (Torwart des TSV) und Abwehrspieler Torben Hoffmann (am Jubiläumsabend kurzum auch zum Ehrenmitglied ernannt) in den Kursaal eingeladen, sondern auch Ex-Präsident Karl-Heinz Wildmoser. Und er kam nach Bad Abbach - zwar auf Umwegen, weil das „Navi“ versagt hatte, aber gern: „Solche Einladungen erreichen mich wöchentlich mehrmals, aber außer dieser in Bad Abbach habe ich sonst keine angenommen.“ Noch privater werdend, erfahre ich von ihm, dass Fußball eher keine Rolle mehr für ihn spielt und wenn, dann nur noch aus großer Entfernung. Von den zurückliegenden Enttäuschungen, der negativen Präsenz in den Medien, merkt man ihm nichts mehr an. Er ist angenehm freundlich, sympathisch und geht ohne Allüren auf die Menschen zu. Und die Abbacher Löwengemeinde dankt es Karl-Heinz Wildmoser mit tosendem Applaus. „Ich habe noch sehr viel mehr Freunde, als ich je vermutet hätte.“ Die Querelen um seine Person, seine Familie und seine Unternehmen scheinen spurlos an ihm vorüber gegangen zu sein. Strahlend genießt er den Abend mit den Löwenfreunden bei Blasmusik mit der Bierfuizl Musi und verrät: „Etwas Unterhaltung mit netten Menschen bringt Abwechslung in den Alltag. Jeder Tag sieht jetzt anders aus, aber jeder Tag ist zermürbend. Ich bin ja zudem auch noch „Donisl-Wirt“ und habe wirklich „grantig“ viel Arbeit und mehr als 140 Mitarbeiter, die zum Großteil bereits länger als 10 Jahre bei meiner Frau und mir beschäftigt sind.“ Und bevor „Da Huawa da Meier und I“ mit ihrem Kabarettprogramm „Sex, Drugs & Rock’n’Roll – oder auf guad bairisch: fensterln, schnupfa, Volksmusik“ die Lacher auf ihrer Seite haben, erfahre ich noch, dass Karl-Heinz Wildmoser am liebsten vegetarisch isst, Wasser und Espresso trinkt und auch einige Laster zugibt: immer noch Rauchen, zu spät abends essen und nicht vor 2.00 Uhr nachts ins Bett gehen.
Ein höchst erfreulicher und erfolgreicher Abend, nicht nur für die Löwenfreunde und allen voran ihrem Oberlöwen Rudi Röhrl, sondern auch für mich, neigt sich dem Ende zu und ich war begeistert darüber, dass ich mit meiner „roten“ Gesinnung dabei sein durfte.
Ach ja, nicht vergessen sollte ich, dass sich noch viele Andere ganz narrisch freuten. Gründungsmitglieder und Freunde des Vereins wurden mit einem Bildband aus den letzten 10 Jahren des Vereins geehrt, der Anführer des Löwenrudels bekam als Dankeschön ein eigenes Denkmal überreicht und Margit Grünbeck vom „IBA Natursinnengarten Arche“ erhielt den Erlös in Höhe von 860 Euro aus der Tombola beim Donaufest. Karl-Heinz Wildmoser stockte den Betrag ohne groß zu überlegen auf 1.000 Euro auf. Etwas anderes hätte ich von ihm auch nicht erwartet.
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