Ein wunderschöner Sommermorgen in
München. Wir stehen vor einem kleinen, an sich schmucklosen
Einfamiliendoppelhaus im Münchener Stadtteil Schwabing und warten darauf, dass
uns der Hausherr öffnet. Gut gelaunt kommt der bayerische Liedermacher
Konstantin Wecker zum Gartentor, leger gekleidet in Jeans und Hemd über der
Hose. Er begrüßt uns herzlich mit einem warmen „Servus“, als ob er uns schon
Jahre kennen würde, und bittet uns herein. Wir sind beeindruckt von der
Schlichtheit seiner privaten, häuslichen Umgebung, auch vor der kleinen Garage
steht kein Luxusschlitten, sondern ein eher unauffälliger Mittelklassewagen.
Aber hatten wir auch etwas
anderes erwartet? Nein, eigentlich nicht! Es bestätigt uns nur, dass seine
Liedtexte keine „Masche“ sind, sondern gelebtes Leben, eben Konstantin Wecker
pur.
Anfang der Sechzig, wesentlich
jünger aussehend, vital, voller Energie für seine bevorstehende Tournee, wirkt
der Star geläutert, im Sinne eines Songs von ihm „Oamoi von vorn ofanga“. Im
Garten, angenehm unaufgeräumt, fast verwildert, liegen Spielsachen seiner
beiden Kinder herum. Ein im Boden eingelassenes Trampolin will uns wohl verraten,
dass auch der Papa gern noch einmal kindisch ist. Die lockere
Gesprächsatmosphäre überrascht uns nicht mehr. Konstantin Wecker zeigt sich als
ein Star zum Anfassen und signiert uns ein schon etwas abgegriffenes Buch aus
unserem Privatbesitz, das von ihm bereits 1981 erschienen ist, und das B. als
großen Fan outet, mit einem verschmitzten Lächeln.
Doch schon wartet der nächste
Termin. Aber wir dürfen bleiben. Der Künstler Arne Vierlinger, mit Konstantin
Wecker hat er übrigens die Schulbank gedrückt, überreicht ihm ein Kraftbild,
worüber sich der bescheidene Star sehr freute.
Und jetzt wollen Sie sicher
wissen, wo das Privathaus von Konstantin Wecker steht? Wird aber nicht
verraten, Hauptsache wir wissen es!